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Tourfest in Essen, 17.05.2018

Gruppe mit Männern, Frauen und Kindern und lebensgroßer Plüschfigur lachend
In den zehn Stationen des Spielparcours zeigten die Kinder, was in ihnen steckt - und hatten jede Menge Spaß. ( Foto: Guido Schiefer / LVR)

Die LVR-Helen-Keller-Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung nahmen gemeinsam mit der Partnerschule Nikolausschule Essen an der Tour der Begegnung 2018 teil.

An der LVR-Helen-Keller-Schule fand ein buntes Spiel- und Sportfest für Kinder mit und ohne Behinderungen statt. Rund 160 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren beider Schulen feierten mit und meisterten gemeinsam einen spannenden Sportparcours mit insgesamt zehn verschiedenen Stationen: Zunächst hieß es im Loquito, einem Schaukelsystem mit verschiedenen Schaukeln, das Schwingen zu erproben. Dann wurde auf dem Air-Trump gehüpft und mit Rollbrettern auf der Rollbahn gefahren. Die vierte Station war das Schrubber-Tennis, an Punkt Fünf fand ein turbulentes Rollstuhl-Rennen statt, bei dem auch Kinder ohne Gehbehinderung einen solchen Rolli ausprobieren konnten. Auf dem Bauch liegend ging es dann durch den Rollbrett-Parcours und beim Boccia war die Aufgabe das Zielwerfen. Kickern stand natürlich auch mit auf dem Parcours-Plan. Bei allen Tätigkkeiten zeigten die Kinder, was in ihnen steckt.

Schulleitung sowie die Vertretung der Schülerinnen und Schüler der LVR-Helen-Keller-Schule begrüßten die Gäste von der Nikolausschule zusammen mit Mitmän, dem lebensgroßen LVR-Plüsch-Maskottchen für Inklusion, und wünschten allen viel Spaß beim inklusiven Sportparcours. Essens Bürgermeister Rudolf Jelinek und LVR-Fachbereichsleiterin Schulen, Dr. Alexandra Schwarz, überreichten Trophäen in Form eines Mitmäns und dankten den teilnehmenden Schulen für ihr Engagement bei der diesjährigen „Tour der Begegnung – Inklusion läuft!“. Dabei stellten sich der Bürgermeister und die LVR-Vertreterin auch den Fragen der Kinder zu ihrer Arbeit und ihrem Engagement für Inklusion.

Nicht jedes Kind mit Einschränkungen kommt so auf die Welt: Das zeigt das Beispiel von Helen Adams Keller: Sie wurde am 27. Juni 1880 in Tuscumbia, Alabama (USA), geboren. Ursprünglich war sie ein ganz gesundes Kind. Dann aber wurde sie mit 19 Monaten sehr schwer krank. Als Folge dieser Krankheit verlor sie ihr Seh- und Hörvermögen. Sie hatte große Schwierigkeiten sich zu verständigen und zu orientieren. Die LVR-Helen-Keller-Schule soll ein Ort sein, an dem alle Mitglieder der Schulgemeinschaft als wertvolle und einzigartige Menschen angenommen werden. Dabei soll die Persönlichkeit jedes Einzelnen mit seinen kreativen Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Diese Fähigkeiten bestimmen den pädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Rahmen.

Tourfest 2018 in Essen (Bilder: Guido Schiefer / LVR)