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Medien für Kindergartenkinder

Ginpuin

Pinguin auf großem Schiff

Weit, weit weg von hier kam eines Tages ein kleiner Pinguin zur Welt, der anders war als die anderen. „Ich putze auch meine Flimmschwossen!“, sagte er, als die anderen ihre Schwimmflossen putzten, und: „Meine Kleider sind auch Warz und schweiß!“ „Mit dem stimmt doch was nicht!“, riefen die Pinguine und kugelten sich vor Lachen. Der kleine Pinguin wurde immer trauriger. Was sollte er bloß tun? Schließlich hatte er eine Idee. „Ich rache eine Meise!“, verkündete er. Keiner glaubte, dass Ginpuin sich das alleine wirklich trauen würde. Aber er traute sich wohl! Ein Bilderbuch vom Liebhaben und Anderssein, vom Suchen und Finden.

Ginpuin. Auf der Suche nach dem großen Glück von Barbara van den Speulhof
illustriert von Henrike Wilson
ISBN: 978-3-649-61054-0 / 12,95 EUR
Verlag Coppenrath / 32 Seiten

Und das denkt der Mitmän über GINPUIN:

Mitmän im Rheinpark posiert vor der Brüstung am Rhein

Im Buch geht es um einen kleinen Pinguin, der mit seiner Familie am Südpol lebt. Zuerst scheint alles in bester Ordnung, aber als er und seine Altersgenossen das Sprechen lernen, wird klar: Irgendwie ist der Ginpuin anders. Er verwechselt laufend Buchstaben, spricht von Flimmschwossen, statt Schwimmflossen und erzählt vom Rutschen auf der Scheisolle statt auf der Eisscholle. Fortan wird er nur noch Ginpuin genannt – und alle Pinguinkinder lachen ihn aus.

Ginpuin hält das nicht mehr aus und verschwindet. „Anz galleine“ beginnt er eine Reise und lernt neue Freundinnen und Freunde kennen, die ihn niemals verspotten und ihn in ihrer Mitte aufnehmen. Nachdem er aber lange von zu Hause fort gewesen ist, sehnt er sich nach seiner Heimat. Auf einem Schiff reist er zurück zu seiner Pinguinfamilie, die ebenfalls bald angefangen hat, ihn zu vermissen. Das Leben ohne den sonderbaren Ginpuin ist ihnen fad geworden – keiner bringt sie mehr zum Lachen. Als der Ginpuin wieder an ihrer Scheisolle einfährt, freuen sich alle auf einen Neustart ihrer Freundschaft.

An diesem Buch gefallen mir mehrere Sachen sehr gut. Zuerst die tollen Bilder, die immer über die ganze Doppelseite reichen. Sie sind wunderschön bunt und ich möchte am liebsten jede Seite rahmen und in mein Zimmer hängen. Dann ist das Buch wahnsinnig lustig zu lesen und ich konnte bei den ganzen Buchstabenverwechslungen immer mitraten, was der Ginpuin eigentlich sagen wollte. Das war manchmal ganz schön knifflig. Ich fand es aber traurig, dass die Pinguine nicht gemerkt haben, wie lieb der Ginpuin ist und wie wichtig für sie – erst als er weg war, haben sie angefangen ihn zu vermissen. Ich konnte auch gut mitfühlen, dass Ginpuin sich durch das Lachen der anderen Kinder verletzt gefühlt hat. Alle Leute, die etwas anders sind als die Mehrheit, kennen das. Ich finde, das ist ein tolles Buch, das man im Kindergarten und zu Hause immer wieder lesen kann.